Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie im Département Allier und studierte dann am „Institut d’Etudes Politiques“ in Paris. Seit dem Jahre 1971 lebt Marie-Guite Dufay in der Franche-Comté. Als Ehefrau und Mutter von 3 Kindern (1973, 1976 und 1978) widmet sie sich gleichzeitig ihrem Beruf, ihrer Familie, dem Vereinsleben und übernimmt Aufgaben in der Politik.
Zuerst arbeitet sie in Besançon in der Verwaltung der Präfektur, wo sie sich um die wirtschaftlichen Aktivitäten der Region kümmert. Danach wechselt sie zum Kulturzentrum Pierre Bayle, wo sie mit bestimmten Aufgaben betraut wird, insbesondere mit der Organisation von Veranstaltungen, die über das Wirtschaftsleben informieren.
Nach der Geburt ihres zweiten Kindes macht sie beruflich eine Pause, engagiert sich aber um so mehr im Vereinsleben von Besançon, wie im Centre d’Information des Femmes (Informationszentrum für Frauen), wo sie schließlich im Jahre 1981 eingestellt wird.
Sie gründet in der Franche-Comté auf der Ebene der Départements 4 Zentren für die Rechte der Frauen und ist für deren Organisation für die Dauer von 6 Jahren verantwortlich. Sie widmet sich ganz besonders den Fragen der Ausbildung und der beruflichen Eingliederung von Frauen. Danach arbeitet sie beim Arbeitsamt, wo sie eine regionale Dienststelle leitet, die sich um die Wiedereingliederung von Beschäftigten kümmert, die aus wirtschaftlichen Gründen ihren Arbeitsplatz verloren haben.
Im Jahre 1989 wird Marie-Guite Dufay in Besançon zum ersten Mal zur Gemeinderätin gewählt; im Jahre 1993 wird sie Mitglied der sozialistischen Partei. Sie übernimmt 1995 den Aufgabenbereich Stadtpolitik. Im Jahre 2001 wird sie zum vierten stellvertretenden Bürgermeister ernannt und übernimmt die Verantwortung für die Sozialpolitik der Stadt Besançon. So konnte sie auch zur Stadterneuerung sowie zu einer besseren Anerkennung der Funktion der Vereine auf Stadtteilebene beitragen. Im Sozialamt der Stadt (centre communal d’Action sociale) hat sie die Dienststelle „proxim’social“ gegründet, die bedürftigen Personen beisteht, sowie die Dienststelle „prévenance“, die sich gegen die Vereinsamung von alten Menschen einsetzt.
Marie-Guite Dufay wird im Jahre 2004 in den Regionalrat der Franche-Comté auf der von Raymond Forni angeführten Liste gewählt. Dieser vertraut ihr die Bereiche wirtschaftliche Entwicklung, soziale und solidarische Ökonomie sowie Arbeitsmarkt an. Neben ihren Aufgaben bei der Region führt sie auch den Vorsitz des Aufsichtsrates der Agentur für wirtschaftliche Entwicklung (Agence de développement économique - ARD), deren Aufgabe es ist, die Entwicklung der verschiedenen Wirtschaftsbereiche der Franche-Comté zu fördern und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen beizutragen. Marie-Guite Dufay setzt sich für die Schaffung von „Sprungbrett-Arbeitsplätzen“ ein, fördert Heim-Arbeitsplätze und soziale Dienste, die eine Unterstützung der Region erhalten.
Das Tätigkeitsfeld von Marie-Guite Dufay reicht von der Unterstützung der sozial Schwachen bis zur Dynamisierung von Wirtschaftsunternehmen, was ihr ermöglicht, sowohl die wichtigen wirtschaftlichen Fragen als auch die sozialen Herausforderungen der Franche-Comté in Angriff zu nehmen.