Frédéric Japy, Uhrmacher (1749-1812)

Frédéric Japy wurde in Beaucourt im Jahre 1749 geboren. Schon in jungen Jahren interessierte er sich für die im Jura existierende Uhrenindustrie. Er absolvierte seine Ausbildung bei einem Uhrmacher in der Schweiz und wurde danach Arbeiter bei Jean-Jacques Jeanneret-Gris, einem erfinderischen Mechaniker. Seine Erfahrungen in dieser Werkstatt erlaubten es ihm, sehr schnell Werkzeugmaschinen zur Automatisierung seiner Produktionstechnik zu erfinden. Im Jahre 1777 gründete er in Beaucourt die erste französische Fabrik für Rohwerke. Die Genialität von Japy war unübersehbar: seine Herstellungskapazität stieg von 2400 Rohwerken im Jahre 1780 auf 12 700 Rohwerke im Jahre 1806. Zu diesem Zeitpunkt gründete er die Gesellschaft Japy Frères. Seine drei Söhne arbeiteten im Unternehmen mit und übernahmen später die Direktion. Nach seinem Tod im Jahre 1812 übernahmen seine Söhne das Unternehmen und erweiterten die Produktpalette. Sie stellten seit 1820 Küchenartikel aus gezogenem Eisen her. So wurden in Fesches-le-Châtel die ersten Stieltöpfe aus gezogenem Eisen produziert, in einem Stadtviertel, dessen Namen an die frühere Bezeichnung von Weißblech erinnert.