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Sie sind hier : La Franche-Comté > Kultur und Denkmäler > Unesco > Die Zitadelle von Besançon ist Welterbestätte
![]() ![]() ![]() Als erstes Bauwerk der Region wurde 1982 die Königliche Saline von Arc-et-Senans ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Seit dem 7. Juli 2008 haben nun auch die von Vauban geschaffenen Befestigungsanlagen ihren Platz auf der begehrten Liste.
Ein wenig Geschichte1674: Besançon, das zu der Zeit unter spanischer Herrschaft steht, wird von Truppen König Ludwig XIV. und seinem Militärbaumeister Vauban, Spezialist für Poliorketik, belagert. Dieser Begriff, der heutzutage natürlich nicht mehr sehr gängig ist, steht für die Kriegskunst der Städtebelagerung. Die Stadt ergibt sich und Ludwig XIV. beschließt, sie zu einer bedeutenden Bastion Ostfrankreichs auszubauen. Vauban hat dafür schon Pläne vorbereitet. Die strategisch ideale Lage der Stadt, durch eine Flussschleife des Doubs geschützt und von einer Berghöhe abgeriegelt, hatte schon Julius Cäsar bestochen. Vauban findet die Zitadelle zwar „außerordentlich schön, aber sie scheint nur aus einem Gerüst zu bestehen”. Er beginnt sogleich mit dem bis 1693 dauernden Ausbau der umfassenden Befestigungsanlage. Das Werk ist gelungenUm die Stadt zu einem der sichersten und „am besten befestigten Plätze Europas” zu machen, entwirft Vauban zahlreiche Verteidigungselemente, im Mittelpunkt die Zitadelle. Sie setzt sich zusammen aus der St. Etienne-Bastei, der Royal-Bastei, der Secours-Bastei, Wehrgängen und dem eigentlichen Festungskern. Unterhalb, am städtischen Befestigungsgürtel, liegen 6 Wehr- und Kanonentürme mit doppelgeschossig angelegten Schießscharten, eine Neuerung Vaubans in Besançon. Als Außenverteidigung schließen die Anlagen des Battant-Viertels mit dem Fort Griffon die Befestigung ab. Zitadelle und Fort Griffon sorgen gemeinsam für den Schutz der Stadt. Das Genie VaubanDas Talent Vaubans bestand darin, die geografischen Vorzüge Besançons maximal auszunutzen. Die Verteidigungsanlagen erstrecken sich über 195 Hektar. Vauban hat auch im übrigen Frankreich zahlreiche Festungen bauen lassen: einige Autoren zählen bis zu 300 unter seiner Leitung befestigte Städte, Hafenanlagen und andere Forts nicht mitgerechnet. Als Anekdote sei angemerkt, Vauban hätte den Bau der Atlantikfestung Boyard nicht übernehmen wollen, da er das Projekt für undurchführbar hielt. Napoleon hat es schließlich doch errichten lassen. Restaurierung und Anerkennung1958 erwarb die Stadt Besançon die Anlage und ließ sie restaurieren. Dabei wurden die durch die Bombardierungen im Jahre 1944 angerichteten Schäden am Mauerwerk behoben, Verblendungen, Warten und Steinplattendächer restauriert, der Wetterschutz auf dem Wehrgang sowie die Dächer der Kapelle, der Royal-Bastei und des Kadettenhauses erneuert. Mit rund 300 000 Besuchern ist die Zitadelle die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Franche-Comté. 2003 regte Jean-Louis Fousseret, Bürgermeister von Besançon, die Gründung eines Verbandes von 13 Städten an, 12 davon beherbergen von Vauban befestigte Stätten*. Ausgangspunkt war die Absicht, die Bauwerke als Weltkulturerbe der UNESCO eintragen zu lassen. Am 7. Juli 2008 wurden die Bemühungen des „Netzwerks der bedeutendsten Vauban-Bauwerke” dann auch von Erfolg gekrönt. Zu Fuß, mit dem Rad, per Bahn und Schiff ... oder selbst im Flugzeug: Eine Besichtigung lohnt sichSie sind herzlich eingeladen zur Besichtigung der vielgestaltigen Baudenkmäler! Wählen Sie dazu selbst, wie Sie von einem zum anderen gelangen: Wandern Sie gern, dann folgen Sie den mit „Vauban, tours et détours” ausgeschilderten Spazierwegen. Den Radfahrern unter Ihnen stehen die städtischen "Vélocités”-Leihräder zur Verfügung, die Sie die ersten 30 Minuten kostenlos benutzen können. Erleben Sie das landschaftliche Umfeld an Bord eines der Ausflugsschiffe. Einen großartigen Überblick genießen Sie auf einem Rundflug, auf dem Ihnen der Pilot als Fremdenführer alle Einzelheiten erläutert.
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