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Autoportrait à Sainte Pélagie, Gustave Courbet, 1871 - huile sur toile
Portrait de l'artiste dit Le désespéré, 1844-1845
Le miroir d'Ornans, Gustave Courbet, 1872 - huile sur toile

Auf den Spuren Courbets

Die Gemälde von Gustave Courbet zu betrachten heißt, mit Freude in typische Landschaften unserer Region Franche-Comté einzutauchen. Umgekehrt geht es auch: Folgt man Courbets Wegen durchs Land, entdeckt man sein von fragiler Schönheit geprägtes Werk wieder von Neuem.

„Um ein Land malen zu können, muss man es kennen. Ich kenne mein Land, ich male es. Diese Gehölze sind meine Heimat, dieser Fluss ist die Loue; der andere ist der Lison; diese Felsen sind die Felsen von Ornans und des Puits Noir. Schauen Sie dort nach und Sie werden meine Gemälde dort wiedererkennen.” So sprach Gustave Courbet, und es stimmt. Es genügt, an der Loue-Quelle in Ouhans zu stehen, und man fühlt sich ganz aufgenommen im Gemälde La grotte de la Loue von 1864, heute zu sehen in der National Gallery of Art de Washington. Das Einzige, was an der heutigen Szene fehlt, ist der Mann auf dem Wehr.

Fast 150 Jahre sind seitdem vergangen und dieser Landschaft, die mittlerweile zum französischen Naturerbe zählt, wird zunehmend mehr Interesse geschenkt. Das Umfeld der Grotte wurde stärker zur Geltung gebracht. Die Grotte wurde für alle Besucher zugänglich gemacht, der Weg links des Flusses an schwierig zu begehenden Stellen mit Brücken, Treppen und Geländern versehen. Auch die anderen sechs Etappen des Courbet-Parcours wurden ebenso besucherfreundlich gestaltet. Den circa 30 km lange Rundweg kann man zu Fuß, mit dem Rad oder dem Wagen machen. Nach der Grotte de la Loue sehen Sie in Montgesoye La truite, in Ornans folgt dann Le château und Le miroir, in Scey-Maisières die bekannte Falaise rocheuse Le Grand. Ein Stück weiter gelangen Sie dann im Brême-Tal zum Ruisseau du Puits Noir und schließlich in Cléron zur Scène de halage.

An jedem Etappenhalt befindet sich eine Reproduktion des betreffenden Gemäldes mit aufschlussreichen Kommentaren. Am Schloss Ornans z. B. gibt der gleichzeitige Blick auf das Gemälde und das abgebildete Motiv Aufschluss über die künstlerische Freiheit, die sich der Maler bei der Darstellung der Landschaft nahm. Dank der Einrichtung des Rundwegs wurde das Obere Loue-Tal stärker zur Geltung gebracht: Felswände wurden frei geräumt, Feld- und Waldraine landschaftsgestalterisch aufgewertet, Obstbäume gepflanzt und Aussichtspunkte wie in Hautepierre, Renédale und Moine-la-Vallée wurden besucherfreundlich ausgebaut.

Angekommen im Oberen Loue-Tal, können Sie in Ornans Weiteres über Courbet als Mensch erfahren. Sein Geburtshaus wird zwar zurzeit zum Museum umgebaut und ist deshalb momentan nicht zugänglich, aber Sie können das Maleratelier besuchen, in dem er zuletzt tätig war. Dort können Sie mehr über die Geschichte des Ateliers erfahren und das neue Museumsprojekt besichtigen. Abschließend bietet sich ein Spaziergang auf den Friedhof von Ornans an, wo Courbet nach der Umbettung seiner Asche 1919 seine letzte Ruhestätte fand.

Mehr Informationen auf der Webseite des Musée Courbet: www.musee-courbet.com und über Courbet: Hier klicken 

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