Wandern - ja, aber wo? Diese Frage ist nicht mehr nötig: die großen Querwanderwege (les Grandes Traversées) des Jura bieten ihnen ein mehr als 400 km langes Wegenetz mit endlosen Möglichkeiten zur Entspannung und Entdeckung.
Die erste große Durchquerung des Jura (Grande Traversée du Jura) - GTJ für die Eingeweihten – war in den siebziger Jahren. In Grenoble wurden die Olympischen Spiele abgehalten; es gab die ersten ausgewiesenen Langlauf-Pisten, gespurt mit Hilfe von Spezialmaschinen. In diesem Kontext entsteht der Verein GTJ und arbeitet
eine lange, voll und ganz dem Langlauf gewidmete Strecke im Jura-Massiv aus. In den achtziger Jahren erlebt die GTJ ihre besten Jahre und erhält ihren fast mystischen Aspekt. Ihre Trasse hat sich immer wieder weiter entwickelt. Heute zählt sie 175 km und verbindet Villers-Le-Lac im Departement Doubs mit Giron im Departement Ain. Allerdings gibt es neben der historischen Trasse vier weitere große Durchquerungen mit andersartigen Wegeführungen : für Schneeschuhe (135 km), im Sommer für Mountainbikes (380 km), für Wanderungen (400 km) und für Fahrräder (360 km). Die Strecken sind in Etappen aufgeteilt, von denen Sie mehrere auf einmal zurücklegen oder die Sie abschnittweise machen können, indem Sie sich täglich eine andere Etappe vornehmen.
Denn das Ziel der GTJ ist folgendes: Gewiss die Wanderer durchstreifen ein erhabenes Gebirge mit tausend verschiedenen Landschaftsbildern. Aber sie machen auch Halt in den Dörfern, die sie gerne aufnehmen. Die großen Durchquerungen sind nicht nur das vollkommene Ausbrechen in die freie Natur oder die sportliche Herausforderung im Alleingang, sie ermöglichen auch Begegnungen und Entdeckungen, was die Wanderer selbst durch die Auswahl ihrer Wanderstrecke bestimmen. Auf den gespurten Pisten oder auf den in die umgebende Natur einbezogenen Wegen – bei der Durchquerung des Jura werden Sie aufgefordert, ein Stück des Weges mit den Bewohnern zu teilen. Sie können in Ferienwohnungen übernachten, aber auch in Hotels, in Feriendörfern, in Berghütten, ebenso auf Campingplätzen, die speziell Wanderer aufnehmen… Derzeit gibt es 131. Ob Sie als Paar, mit einer Gruppe oder alleine kommen, Sie werden den Menschen begegnen und ihre gute Küche kennen lernen: Gratin au Morbier (Morbier-Auflauf), Saucisse de Morteau (Räucherwurst von Morteau), Röstie und Michons (Käsekrapfen)…. So wird der Tag auf gute Weise beendet. Außerdem können Ihnen Ihre Gastgeber über die Gegenden, die Sie durchquert haben, Auskunft geben und Sie auf nicht zu versäumende Sehenswürdigkeiten hinweisen. Der Transport Ihres Gepäcks oder das Zubereiten von Lunch-Paketen kann ebenfalls übernommen werden.
Überzeugt ? Nun ist es an Ihnen, Ihre nächste große Durchquerung des Jura vorzubereiten. Sie haben mehrere Möglichkeiten: Auf der Web-Seite des Vereins finden Sie alle Informationen, je nachdem auf welche Art Sie den Jura durchqueren wollen, ebenso Führer und topografische Karten. Sie können auch die „Wandervorschläge“ konsultieren, ausgewiesene Rundwanderungen… Um Ihnen Ideen zu geben! Aber vielleicht interessiert Sie eher ein Globalangebot; in diesem Fall können Sie einen kompletten Aufenthalt buchen, der von kompetenten Fachleuten des Wandertourismus organisiert wird. Diese könnten Sie sogar begleiten. Schneeschuh-Wanderungen könnten Sie auch mit einem in einen Audioführer integrierten GPS machen. Mit diesem elektronischen Begleiter können Sie sich nicht verlaufen und Sie erfahren unter anderem auch, dass es nicht nur einen Schnee gibt, sondern mehrere Schneearten…und bei den Inuit gibt es mehr als hundert.
GTJ ist ein Verein, der mehr als 160 Mitglieder hat: Vermieter von Unterkünften, Gastwirte, Fachleute des Wandertourismus, Bergführer, Taxi-Unternehmen, Tourismus-Informationen… ebenso die öffentlichen und privaten Institutionen, die sich mit dem Wandertourismus in den Bergen des Jura beschäftigen.