Dieses Haus ist einer Kuh gewidmet, die fast 90 Jahre alt ist und sich dennoch ihr Lächeln bewahrt hat … und dies über das ganze Gesicht.
Eine rote Kuh … in einem grünen Haus
Ja, die Vache-qui-rit wurde hier in der Franche-Comté in Lons-le-Saunier ins Leben gerufen. Man darf nicht vergessen, dass im Jura seit dem Mittelalter Käse hergestellt wird… Die Käserei Bel allerdings wurde im Jahre 1865 in Orgelet gegründet und übersiedelte 1897 nach Lons-le-Saunier. Im Jahre 1921 gründete Léon Bel, der Vater der Vache-qui-rit, eine Fabrik Rue Richebourg, wo er das erste Rezept des heute in der ganzen Welt bekannten dreieckigen Käses verwirklichte. Am Platz dieser Fabrik und in deren beiden Kellern, wo der Käse zur Reifung gelagert wurde, befindet sich heute das Museum. Dieses wurde durch weitere Gebäude bereichert, die nach umweltfreundlichen Qualitätsnormen errichtet wurden (HQE). Schon im Eingangsbereich des Museums entdecken Sie, wie die begrünte Innenwand Schadstoffe aufnimmt und auf welche Weise das Haus mit Sonnenenergie gespeist wird.
Für Groß und Klein
Das Museum wurde im Mai 2009 eröffnet und hat sein Ziel erreicht: Spaß und Vergnügen für Kinder und Eltern. Die Besichtigung beginnt mit einer Besonderheit: Die Eintrittskarte ist eine Chipkarte, die den Besuchern erlaubt, sich an den interaktiven Konsolen zu identifizieren, sich für eine Persönlichkeit zu entscheiden und dann an Aktivitäten mit verschiedenen Medien teilzunehmen. Die als Person erscheinende Vache-qui-rit (dreidimensional) ist unser Führer während der Besichtigung. Der Rundgang beginnt in den ursprünglichen Kellern und Sie werden dabei alles erfahren, was Sie über die Vache-qui-rit schon immer wissen wollten – Sie haben nur nicht gewagt zu fragen! Zum Beispiel die Namen der Käsesorten, welche die Produktpalette ausmachen. Oder wie es zur Vache-qui-rit gekommen ist!
Die Vache-qui-rit-Saga
In den anderen Räumen des Museums werden die Werbekampagnen vorgestellt. Denn man darf nicht vergessen, die Kuh wurde auch durch die Entwicklung ihres Marketings zu einem Symbol. Léon Bel war ein genialer Wegbereiter. Sie werden zahlreiche Plakate sehen – das mit dem Bauern, der nicht aufs Feld geht, ohne eine Schachtel Vache-qui-rit in seinem Beutel zu haben – aber auch Designer- und Kultobjekte, Filme und Videospiele. Ein Bereich ist sogar den Marken gewidmet, welche die einzige, echte Kuh nachahmen und plagiieren wollten.
Garten und Museumsladen
Ein anderer kurzweiliger Rundgang: der Garten. Auf einer Fläche von mehr als 1 300 m² wird die Umwandlung der Milch in Käse dargestellt und dies inmitten von Spielmöglichkeiten aus Holz – ideal für Kinder. Und schließlich am Ende des Rundganges, im Museumsladen angekommen, ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie dem Lächeln der Kuh, die für Sie nun kein Geheimnis mehr ist, nicht widerstehen können: Sie finden dort Käseschachteln, Geschirr, Bücher, Plakate, Spielzeuge … vieles um ein Lächeln in ihr Heim zu bringen.